Von der Häkelblüte zur Straßenkunst - Ritter
26.11.2012

Von der Häkelblüte zur Straßenkunst

Seit 2005, der Geburtsstunde der Straßen-Strick-Kunst, verzieren Künstler und Begeisterte Laternenpfähle, Bäume, Fahrräder und ganze Häuser mit der Bunten Wolle.

Was aber hat das auf sich und wer steckt dahinter? 
Wir haben Jenny aus der Strick-Szene befragt und sie klärt uns auf:

Strick-Graffitis - was ist das? 

Es gibt verschiedene Bezeichnungen für diesen Trend wie Strick-Graffitis oder Yarnbombing, eine Zusammensetzung aus den englischen Wörtern für Garn und Angriff. Diese beiden eher martialischen Begriffe zeigen die Verwandtschaft zu anderen Straßenkünsten und sprechen so junge Künstler und Interessierte an. 

Der Sinn dahinter ist es die meist graue Welt ein wenig bunter und kuschliger zu machen, sagt Jenny.

Es gibt viele verschiedene Arten dieser Strick-Kunst. Es reicht von einfachen Häkelblüten über kleinere Ornamente, bis zum ganzen Häkelbild und nichts ist nicht "eingarnbar"! Ob man Bäume einhäkelt, Laternen einen Pulli strickt, oder Zäunen ein Kreuzstichmuster verpasst, ALLES ist erlaubt und damit hat man unbegrenzte Möglichkeiten sich selbst auszudrücken und Objekte auf seine Weise zu verschönern. Im Gegensatz zum klassischen Graffiti kann die Garn-Kunst leicht entfernt werden und löst daher nur wenig Unmut bei anderen aus.

Einige schöne Beispiele findet man unter anderem in Köln, wie die Aktion zum 10. Jahrestag des 11. Septembers oder die Aktion zum ersten Internationalen Yarnbombing - Tag.

Mittlerweile treffen sich in verschiedenen Städten Gruppen von Garn-Begeisterten, um neue Aktionen zu planen, Ideen auszutauschen und um voneinander zu lernen.

Yarnbombing ist eine tolle Chance die Generationen in Ihren Hobbys zu verbinden und gemeinsam neue Formen der Kunst mit Garn zu entwickeln.

Von: Jenny S.