Verhinderungspflege - Hier erfahren Sie mehr - Ritter
01.12.2013

Verhinderungspflege

Haben Sie Ihre Ansprüche geltend gemacht?

Jede Person mit einer Pflegestufe hat für die Verhinderungspflege ein Jahresbudget von 1500.-€ zur Verfügung. Wenn dieses Budget nicht aufgebraucht oder gar nicht genutzt wird, verfällt der Rest bzw. das ganze Budget ersatzlos. Dieses passiert nach unserer Erfahrung sehr häufig, da sich viele Pflegepersonen dieses tollen Zusatzangebotes nicht bewusst sind.

Aber was ist das überhaupt – Verhinderungspflege?

Die Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI) dient der Entlastung von Pflegepersonen, bei Urlaubs-, Krankheits- oder anders bedingter Verhinderung. Voraussetzung ist, dass der/die Pflegebedürftige zum Zeitpunkt des Antrags auf Verhinderungspflege mindestens sechs Monate von der Pflegeperson gepflegt wurde (Vorauspflege). Definiert wird eine Pflegeperson als jemand, der eine/n Pflegebedürftige/n min. 10 Stunden wöchentlich pflegt. Die Verhinderungspflege kann für maximal 28 Tage und bis zu einem Betrag von 1.550 € (anderer Betrag als oben im ersten Satz) in Anspruch genommen werden. Die Verhinderungspflege kann von einem zugelassenem Pflegedienst oder einer dem Pflegebedürftigen nahestehenden Person übernommen werden.

Die Verhinderungspflege kann zudem auch stundenweise erfolgen, wenn die Pflegeperson z.B. Einkäufe, Arztbesuche, kulturelle Veranstaltungen, private Treffen und ähnliches für sich nutzen möchte. In dieser Zeit kann der Pflegedienst eine stundenweise Verhinderungspflege übernehmen, damit die Pflegeperson sich eine wohlverdiente Auszeit nehmen kann, in der eine Versorgung des Pflegebedürftigen zeitgleich gewährleistet ist.

Wir beraten Sie zu diesem umfassenden Thema gerne individuell.