Ernährung und Bewegung bei Osteoporose - Ritter - Ritter
03.12.2012

Ernährung und Bewegung bei Osteoporose

Osteoporose ist die häufigste Stoffwechselerkrankung der Knochen. Durch den Verlust von Knochensubstanz, werden diese brüchig und die Stabilität des Skeletts nimmt rapide ab. In Deutschland sind circa acht Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen, die oft starken Schmerzen verursacht.

Besonders wichtig für den Aufbau der Knochen ist das Mineral Kalzium. Pro Tag benötigt ein Erwachsener circa 1.000 mg – dabei kann der Bedarf individuell je nach Lebenssituation durchaus höher sein. Während der Schwangerschaft beträgt der Bedarf circa 1.300 mg – in den Wechseljahren sogar 1.500 mg.

Milch und Milchprodukte enthalten viel Kalzium – Emmentaler Käse (45% i.T.) hat bis zu 510 mg in zwei dünnen Scheiben. Aber wussten Sie, dass es auch Gemüse mit besonders hohem Kalzium-Gehalt gibt? Folgende Gemüsearten können mit besonders hohem Kalzium-Anteil überzeugen:

Kalziumgehalt pro Portion (Frischgemüse)Energiegehalt in kcal
Grünkohl424 mg (250g)73
Fenchel218 mg (250g)48
Brokkoli210 mg (400g)52
Lauch (Porree)174 mg (200g)50

Kalzium wird über die Nahrung aufgenommen und im Darm resorbiert. Damit unser Körper Kalzium jedoch auch aufnehmen kann wiederum Vitamin D sehr wichtig, was durch Sonnenein-strahlung in der Haut gebildet wird.

Ein weiterer wichtiger Baustein für einen gesunden Knochenbau ist das Mineral Phosphor. Neben besonders kalziumreichen, gibt es jedoch auch Nahrungsmittel, die die Aufnahme von Kalzium hemmen können.

Ein Zuviel an Phosphor (wie in Wurstwaren, Cola & Konservierungsmitteln) kann dazu führen, dass die Kalziumaufnahme im Körper reduziert bzw. gehemmt wird. Auch Rhabarber, Spinat oder Mangold können aufgrund der enthaltenen Oxalsäure bei übermäßigem Verzehr bewirken, dass Kalzium nicht aus dem Darm aufgenommen werden kann. Natürlich müssen Sie nicht gänzlich auf diese Nahrungs- und Genussmittel verzichten. Wie auch bei so vielen anderen Dingen, ist das richtige Maß ausschlaggebend.

Neben der richtigen Ernährung ist es sehr wichtig, „seine Knochen“ zu fördern und zu fordern. Wie viel Knochen auf- und abgebaut wird ist davon abhängig, wie viel Sie sich bewegen! Erfahrungsgemäß bauen sportlich aktive Menschen mehr Knochenmasse auf. Körperliche Aktivitäten wir Walken, Bergwandern oder auch Joggen bieten die notwendigen Anreize für den Knochen Substanz aufzubauen und eine kräftige Knochenstruktur beizubehalten oder zu bilden! Für Anfänger ist Schwimmen am besten geeignet.

Schmerzlinderung, eine Stabilisierung der Gelenke und Skelettentlastung sowie eine Stärkung der Muskulatur, können Sie unter fachlicher Anleitung gezielt mit Krankengymnastik erreichen.

Aber beachten Sie: Körperliche Aktivität erhöht den Kalziumbedarf! Also nach dem Sport mit einem gesunden Brokkoli-Auflauf (viel Brokkoli und Käse in Maßen) den Kalziumhaushalt anschließend am bestens direkt wieder ausgleichen!

Quellen

  • Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen; ISBN 3-13-142961-5
Von: Sindy Meding-Rösner | pm pflegemarkt.com GmbH