Ehrenamtlicher Besuchs- und Begleitdienst - Ritter
01.07.2013

Ehrenamtlich aktiv werden und einfach Freude verschenken

Hamburg. Weit über 3000 Besuche, 65 Ehrenamtliche, 11 Stadteile und unzählig viel Freude.

Das ist die Bilanz von 10 Jahren Besuchs- und Begleitungsdienst (kurz: BBD). Im Jahr 2002 war Gisela Ahrens (Name geändert), inzwischen 94 Jahre alt, die erste Person, die den BBD in Anspruch nahm. Ende 2012 feierte das ehrenamtlich geführte Angebot des Malteser Hilfsdienstes e.V. sein 10jähriges Bestehen in Hamburg.

Maria Müller leitet den Besuchs- und Begleitungsdienst in der Hansestadt und freut sich: „Dass wir bereits seit zehn Jahren so viele einsame und kranke Menschen durch unsere Besuche glücklich machen, ist ein gutes Gefühl. Der Bedarf ist seit 2002 stetig angestiegen.“ 

Immer mehr Menschen verlieren im Alter ihre sozialen Kontakte. Wenn der Partner stirbt, die Kinder und Enkelkinder weit entfernt leben und dann auch noch die Beine nicht mehr richtig mitmachen wollen, kommt es leicht zur Isolation. Genau hier setzt der Malteser Besuchs- und Begleitungsdienst an.

„Unsere Ehrenamtlichen kommen zu den Senioren nach Hause oder auch in eine Pflegeeinrichtung. Dann wird gemeinsam entschieden, was unternommen wird. Mal reicht ein einfaches Gespräch, mal wird aus der Zeitung vorgelesen oder man geht zusammen spazieren, “ erklärt Maria Müller.

Neben diesem Angebot gibt es in Hamburg seit Kurzem den Besuchs- und Begleitungsdienst mit Hunden (kurz: BBDmH), sowie den Malteserruf.

„Das Besondere am BBD mit Hunden ist die Wirkung, die die Tiere auf die Besuchten haben. Vor allem bei an Demenz Erkrankten oder Menschen mit geistiger Behinderung wird immer wieder beobachtet, dass ihnen die Nähe zu einem Tier unheimlich gut tut. Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung in sich zurück gezogen waren, erhalten zum Beispiel durch das Streicheln eines Hundes neue Impulse“, erklärt Thomas Kleibrink.

Dieser Dienst zielt darauf ab, den besuchten Menschen Freude zu schenken, aufzuzeigen, wie förderlich der Kontakt zwischen Mensch und Tier für das Wohlbefinden sein kann und Beziehungen zu Menschen aufzubauen, egal, ob sie alt, krank, einsam, körperlich oder geistig eingeschränkt sind.

Für den BBDmH können sich Hundebesitzer engagieren, die regelmäßig zusammen mit ihrem gut sozialisierten Tier Menschen besuchen, und Freude schenken möchten. 

In enger Absprache mit der Leitung des Krankenhauses, des Seniorenwohnheims oder der Pflegeeinrichtung werden die Besuche ganz individuell geplant. Für die Bewohner und Patienten sind diese eine schöne Unterbrechung des Alltags. „Hunde schaffen Vertrauen und geben den Besuchten ein Gefühl der Nähe. Sie bewirken viel, ohne dass sie selbst viel tun“, sagt Thomas Kleibrink.

Bevor Hunde zu Malteser Besuchshunden werden, durchlaufen sie einen speziellen Wesenstest und werden durch externe Hundetrainer geschult und geprüft.

Neu ist ebenfalls der Malteserruf, ein ehrenamtlich getragener Telefondienst für gesprächsbedürftige Menschen, die nicht besucht werden möchten. Ehrenamtliche, die in Gesprächsführung ausgebildet werden, rufen regelmäßig zu fest vereinbarten Terminen an. So entsteht eine vertrauensvolle Beziehung, die die betreuten Menschen stützt und ermutigt. Die angerufenen Menschen haben die Möglichkeit, über ihre täglichen Freuden und Sorgen zu sprechen oder ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Die Gespräche sind natürlich absolut vertraulich. Mit dem Malteserruf soll ein Leben in den eigenen "vier Wänden" unterstützt und die Lebensqualität und Lebensfreude gesteigert werden. 

Um diese drei Dienste, die von den Interessierten kostenlos in Anspruch genommen werden können, weiterhin für viele Menschen anbieten zu können, sind die Malteser in Hamburg auf der Suche nach neuen Ehrenamtlichen

Möchten Sie sich stark machen für den BBD, den BBDmH oder den Malteserruf, dann wenden Sie sich gerne an den Malteser Hilfsdienst, Thomas Kleibrink, Tel. (040) 20 94 08-19, thomas.kleibrink@malteser.org, www.malteser-hamburg.de.