Deutschlands Antworten auf den Fachkräftemangel - Ritter
05.10.2012

Deutschlands Antworten auf den Fachkräftemangel

Deutschlands Antworten auf den Fachkräftemangel in der Pflege

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Vor allem in der Pflegebranche ist er signifikant. Aufgrund des demographischen Wandels, steigt die Anzahl älterer Menschen sowie die Anzahl derer, die altersbedingt von gesundheitlichen Problemen oder Einschränkungen betroffen und pflegebedürftig sind. 
Wer wird sich in Zukunft um all die Pflegebedürftigen kümmern, wenn wir schon jetzt einen Fachkräftemangel in Deutschland zu verzeichnen haben? In ganz Deutschland gibt es sehr unterschiedliche Anstrengungen dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, die wir in Kürze aufzeigen möchten:  

1. Attraktivität der Pflegeberufe stärken

Die Ausbildungen der verschiedenen Pflegeberufe (Alten-, Kinder- und Krankenpflege) sollen zu einer generalisierten Ausbildung zusammengefasst werden, um die Einsatzmöglichkeiten Pflegender zu erhöhen. Es sollen  mehr Qualifizierungsmöglichkeiten und Studiengänge geschaffen werden.

2. Erleichterung von Ausbildungseinstieg und Umschulungen

Es werden Ausbildungsgutscheine vergeben, die die Finanzierung der Ausbildung sicherstellen. Arbeitslose werden unterstützt bei der Suche und dem Beginn einer Umschulung zu einem Pflegeberuf.

3. Rekrutierung von Pflegekräften aus dem Ausland

Die im Ausland sehr gut ausgebildeten Pflegekräfte (dort ist es eine akademische Ausbildung) werden nach Deutschland geholt und mit Sprachkursen und Unterkünften unterstützt, bis das nötige Sprachniveau zur Aufnahme einer Beschäftigung erreicht ist. Zudem gibt es eine Vielzahl an Vermittlungsagenturen die Pflegekräfte aus Osteuropa in deutsche Haushalte vermitteln.

4. Straftäter in der Pflege resozialisieren

Die Idee des nordrhein-westfälischen Justizministers Thomas Kutschaty (SPD) lautet Straftäter (von Geldstrafen), statt ins Gefängnis in die Altenpflege zu schicken. Die große Kritik auf die diese Idee stößt, lässt vermuten, dass es nicht dazu kommen wird.   Die Unterschiedlichkeit, der hier aufgezeigten Ansätze zeigt, dass die Sorge vor den steigenden pflegerischen Versorgungsengpässen unserer alternden Gesellschaft groß ist. Wir können nur hoffen,  dass Lösungen gefunden werden und dass sich zukünftig viele Menschen für die sehr schönen, sozialen und verantwortungsvollen Berufe in der Pflege begeistern können.

Von: Martina Bliefernich | pm pflegemarkt.com GmbH