Der Schlaganfall im Überblick - Ritter - Ritter
01.06.2012

Der Schlaganfall im Überblick

Der Schlaganfall, auch Apoplex, Hirninfarkt oder Hirnschlag genannt, betrifft in erster Linie ältere Menschen und ist ein akuter medizinischer Notfall.

Definition

Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Unterbrechung der Blutversorgung einer bestimmten Region des Gehirns. Die Gehirnzellen werden somit nicht mehr in ausreichendem Maße mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und drohen abzusterben. Das vom Schlaganfall betroffene Gehirnareal kann seine Funktion nicht mehr erfüllen, was in der Folge zu Störungen bestimmter Nerven- oder Gehirnfunktionen führt.

Risikofaktoren

Als Risikofaktoren für einen Schlaganfall zählen beispielhaft ein hoher Blutdruck, Arteriosklerose, hoher LDL-Cholesterinspiegel, Diabetes, Rauchen, Übergewicht oder die Einnahme der Antibabypille. Schlaganfälle unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Symptome und Schweregrade.

Ursachen

Für einen Schlaganfall gibt es verschiedene Ursachen: In den meisten Fällen werden die Blutgefäße im Gehirn plötzlich durch einen Embolus (verschlepptes Material im Blut) verstopft, der sich irgendwo im Körper gebildet hat und über die Blutbahnen ins Gehirn gelangen kann. Weiterhin kann die Arteriosklerose, also der Verschluss durch Ablagerungen in den Blutbahnen eine Ursache sein. Seltener entsteht ein Schlaganfall als Folge einer Gehirnblutung (hämorrhagischer Infarkt).

Symptome

  • Sehstörungen
  • Sprach- Sprachverständnisstörungen
  • Lähmung, Taubheitsgefühl (meist einseitig)
  • Schwindel mit Gangunsicherheit
  • Sehr starker Kopfschmerz

 

Bei Frauen ist außerdem auf weniger charakteristische Symptome zu achten:

  • Brustschmerz
  • Schluckauf
  • Luftnot
  • Übelkeit
  • Herzstolpern
  • Gesichts- und Gliederschmerzen

 

Bei einem akuten Schlaganfall zählt jede Sekunde, da mit fortschreitender Zeit die Gefahr von irreparablen Gehirnschäden steigt. Daher sollte sofort der Rettungsdienst (112) gerufen werden.

Therapie

Für die Behandlung eines Schlaganfalls gibt es einen spezifischen klinischen Leitfaden, nach dem gehandelt wird. Dieser legt fest, in welchen Stadien welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Je früher der Leitfaden aufgenommen werden kann. Desto besser sind die Chancen einer Genesung. Bis zu drei Stunden nach Auftreten der ersten Symptome kann die Thrombolyse zum Auflösen des Blutgerinnsels eingesetzt werden. So können Teile des Gehirns gerettet werden. Bei einer Schwellung des Gehirns oder einer Einblutung kann eine Operation notwendig werden.