Der Schlaganfall im Überblick - Ritter
01.04.2016

Der Schlaganfall im Überblick

Ganz wichtig, jeder Schlaganfall ist ein Notfall, der eine schnellstmöglichen Behandlung benötigt, denn bei einem Schlaganfall heißt es: „Zeit ist Hirn“.

Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Unterbrechung der Blutversorgung einer bestimmten Region des Gehirns. Hierdurch wird dieser Bereich des Gehirns nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Diese Unterversorgung kann dazu führen, dass die betroffenen Gehirnzellen absterben. Das vom Schlaganfall betroffene Gehirnareal kann dann seine Funktion nicht mehr erfüllen, was in der Folge zu Störungen bestimmter Nerven- oder Gehirnfunktionen führt. Die Auswirkungen eines Schlaganfalles, sind abhängig von der Stärke und der Dauer der Minderdurchblutung.

Ursachen

Die Ursachen für einen Schlaganfall können unterschiedlich sein. Zwei Mechanismen sind jedoch die Hauptursache für einen Schlaganfall. Zum einen, eine Minderdurchblutung, meist durch einen Gefäßverschluss zum Beispiel durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Zum anderen eine Blutung im Gehirn, welche durch die Volumenzunahme im Schädel dafür sorgt, dass Teile des Gehirns „eingequetscht“ werden. Bei einer Einblutung im Gehirn, können wichtige Bereiche des Gehirns, wie das Atemzentrum beeinträchtigt werden.

Risikofaktoren

Ein Schlaganfall tritt meist bei Menschen ab dem 80ten Lebensjahr auf. Jedoch können auch deutlich jüngere Menschen einen Schlaganfall bekommen. Das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden, kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden. Genetisch Veranlagungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Übergewicht und wenig Bewegung, Herzerkrankungen wie das Vorhofflimmern, ein hoher Alkoholkonsum und das Rauchen, zählen zu den häufigsten Faktoren die einen Schlaganfall begünstigen können.

Symptome

Folgende Symptome können die Anzeichen für einen Schlaganfall sein:

·         Plötzliche Lähmung oder Kraftminderung, meist einseitig im Arm oder Bein

·         Taubheitsgefühl, meist einseitig im Arm, Bein oder im Gesicht

·         Sehstörungen

·         Sprachstörungen, undeutliches Aussprache, Wortfindungsstörung

·         Plötzlich auftretende Gleichgewichtsstörungen

Bei Frauen kann es ggf. auch noch zu anderen „untypischen Symptomen“ kommen. Diese sind unter anderem, Brustschmerzen, Schluckstörungen, Luftnot, Übelkeit, „Herzstolpern“, Gesichts- und Gliederschmerzen.

Diese Symptome müssen aber nicht zwingend ein Anzeichen für einen Schlaganfall sein. Wichtig ist, Sie sollten die Symptome ernst nehmen und diese ärztlich abklären lassen. Sicher ist sicher.

Was tun, bei Verdacht eines Schlaganfalls?

Wählen Sie sofort die 112! Bei jedem Verdacht muss sofort und als erstes der Rettungsdienst gerufen werden. Weisen Sie auf Ihren Verdacht eines Infarktes hin. Während Sie auf den Rettungsdienst warten, bleiben Sie bei dem Betroffenen. Lösen Sie beengende Kleidung (z.B. Hemd aufknöpfen, Schal abnehmen). Unterstützen Sie den Betroffenen dabei, eine angenehme Sitzposition zu finden. Empfohlen wird eine Lagerung bei der der Oberkörper um 30 Prozent erhöht ist. Je schneller Sie reagieren und Hilfe rufen, desto besser ist eine medizinische Behandlung möglich!

Therapie

Das Ausschlaggebende für die Therapie des Schlaganfalls ist die Dauer zwischen Auftreten der Symptome und dem Start der Behandlung. Je schneller die Behandlung startet, desto größer sind die Chancen irreversible Schäden zu verhindern. Behandelt wird der Schlaganfall in spezialisierten Kliniken bzw. Abteilungen (Stroke Units). Bis zu drei Stunden nach Auftreten der ersten Symptome kann eine Thrombolyse (medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels) erfolgen und Teile des Gehirns gerettet werden.

Am schönsten wäre es jedoch, wenn Sie garkeinen Schlaganfall erleiden. Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen, treiben Sie regelmäßig etwas Sport und vermeiden Sie Übergewicht. Wenig Alkohol und möglichst keine Zigaretten verringern zusätzlich das Risiko einen Schlaganfall zu bekommen.

Von: pm pflegemarkt.com GmbH