Altersschwerhörigkeit - Ritter - Ritter
06.09.2012

Altersschwerhörigkeit

Die Abnahme des Hörvermögens geht mit der Alterung des Menschen einher. Erste Zeichen sind häufig die abnehmende Wahrnehmung von hohen Frequenzen. Die Ausprägung ist abhängig von der Intensität äußerer Umwelteinflüssen, wie Lärmbelästigungen, Ernährung, Durchblutungen etc..

Für einen betroffenen Menschen kann der Verlust des Hörvermögens eine Orientierungslosigkeit und eine erhöhte Sturzgefahr hervorrufen. Außerdem werden sich nähernde Gefahren nicht rechtzeitig erfasst.

Für das Sozialleben bedeutet die Altersschwerhörigkeit eine Abnahme der Kommunikation. Besonders für ältere Menschen ist die Kommunikation die Grundlage für die psychosoziale Gesundheit. Aufgrund des Ausscheidens aus der Erwerbstätigkeit verringert sich der Austausch mit anderen Menschen automatisch. Wenn die Altersschwerhörigkeit die verbleibenden Kommunikationsmöglichkeiten beeinträchtigt, bedeutet das eine Minderung der Lebensqualität. Die Scham sich diese Schwäche einzugestehen führt häufig zu einer Isolation bis hin zu einer Depression.

Um diesem Scenario zu entgehen empfiehlt sich ein rechtzeitiger Besuch beim HNO Arzt. Hier können mittels Hörtest der genaue Grad der Schwerhörigkeit und passende Therapiemaßnahmen ermittelt werden.

Eine Therapieform stellt das Hörgerät dar, zu welchem bei einer peripheren Schwerhörigkeit geraten wird. Diese liegt vor, wenn das Innenohr altersbeding geschädigt wurde. Hier sollten mehrere Hörgeräte getestet werden, um das optimale Hörergebnis zu erzielen.

Weiterhin wäre eine Audiotherapie möglich, die die nicht genutzten Eingänge ins zentrale Hörsystem wiederbeleben soll. Weitere Informationen finden Sie unter: www.audiotherapie.info

Bei einer starken Schädigung des zentralen Hörsystems gibt es die Möglichkeit eines Hörimplantats. Dieses wird in einem Eingriff in das Innenohr transplantiert, wo es den Hörnerv durch mechanische Übertragung stimuliert. Auf diesem Weg kommt es zu keinen Übertragungsstörungen. Außerdem wird von Patienten berichtet, dass die Klangqualität und das Richtungshören gegenüber einem Hörgerät deutlich besser seien.

Es gibt vielfältige und moderne  Therapiemöglichkeiten, um das Hörvermögen zu stärken. Lassen Sie sich von Ihrem HNO-Arzt beraten.

Quelle

Deutsche Seniorenliga e.V.