Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) - Ritter
07.10.2013

Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis)

Die Altersschwerhörigkeit ist ein Prozess, der bei den meisten Menschen ab dem 50. Lebensjahr einsetzt und mit dem Älterwerden schleichend einhergeht.

Die Altersschwerhörigkeit beschreibt die Verminderung des Hörvermögens im Alter, welche auf den Verschleiß der Haarzellen im Innenohr, und auf den Alterungsprozess des Hörzentrums und des Hörnervs zurückzuführen ist.

Anzeichen für die Altersschwerhörigkeit sind z.B. das Überhören von Haushaltsgeräuschen, wie das Ticken der Uhr oder das Versäumen des Telefonklingelns. Auch wenn Familienmitglieder sich über den zu lauten Fernseher oder das dröhnende Radio beschweren, können erste Symptomen einer Altersschwerhörigkeit in Betracht kommen. Bestimmte Frequenzen oder Tonlautstärken können dann lediglich vermindert oder überhaupt nicht mehr gehört werden. Da sich das Gleichgewichtsorgan ebenfalls im Innenohr befindet, kommt es bei Betroffenen nicht selten zu Schwindelanfällen und Gleichgewichtsstörungen. Der Hörprozess erfordert bei altersschwerhörigen Menschen deutlich mehr Konzentration und einen wesentlich höheren Kraftaufwand, sodass Betroffene häufiger und schneller über körperliche Erschöpfung klagen. 

Ursachen

Neben den natürlichen altersbedingten Veränderungen des Hörorgans, können auch hohe Lärmbelastung, Nikotinkonsum, Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen dem Hörvermögen schaden und eine Schwerhörigkeit begünstigen. 

Behandlung 

Ausgenommen der Fälle, bei denen das Innenohr irreparabel geschädigt ist, können, je nach Schweregrad der Altersschwerhörigkeit, medikamentöse Maßnahme, operative Eingriffe oder aber der Einsatz von Hörgeräten Abhilfe schaffen. Um Veränderungen des Hörvermögens frühzeitig  erkennen und behandeln zu können, ist es ratsam, rechtzeitig einen Hörtest beim Arzt machen zu lassen.